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Religiöse Vielfalt durch Migration – Eine Stadtkarte
„da sein“ wäre ein recht unvollständiges Projekt, ließe man die Religionen der Menschen, die nach Nürnberg zugewandert sind, außer Acht. Einerseits hat sich das Stadtbild schon optisch durch neue religiöse Orte, seien es speziell errichtete Bauwerke oder umgenutzte Räumlichkeiten, verändert. Andererseits haben neu hinzugekommene Gruppierungen das gesamte Spektrum religiöser Gemeinschaften in Nürnberg bereichert. Diese oft nicht wahrgenommene Vielfalt der hier existierenden Religionsgemeinschaften soll auf einer Stadtkarte sichtbar gemacht werden. Darauf enthalten sind Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel ebenso wie für religiöse Zwecke genutzte Räume in manchmal industriell geprägter Umgebung. Sie zeigt, dass sich Religion als Grundbedürfnis zahlreicher Menschen auch in der zunächst fremden Stadt einen Weg gebahnt hat. Religion wird in Nürnberg unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen gelebt. Sie bietet jedoch stets Heimat gemeinsam mit Gleichgesinnten.
Die Karte „religiöse Vielfalt durch Migration“ kann nur einen Einblick in das vielfältige religiöse Leben geben. Mit der vorgenommenen Darstellung wird keinerlei Wertung der aufgenommenen religiösen Gemeinschaften oder deren Weltanschauung vorgenommen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit war es notwendig, eine Auswahl zu treffen. Wenn bestehende religiöse Gruppen hier nicht aufgenommen werden konnten, ist damit ausdrücklich auch keine Abwertung verbunden. Die in der Karte enthaltenen Angaben beruhen in der Regel auf Aussagen der Gemeinschaften bzw. deren Vertreter/innen. Die Teilnahme war freiwillig.
Berücksichtigt wurden Religionen aller Nationalitäten, von denen mehr als 1000 Menschen in Nürnberg leben. Neben den großen Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus) mit ihren verschiedenen Richtungen wurden auch kleinere religiöse Gemeinschaften von Menschen aus verschiedensten Erdteilen aufgenommen, sofern sie in Nürnberg sichtbar werden.
Projektrealisierung:
Dr. Rezarta Reimann: konzeptionelle Mitarbeit, statistische Recherchearbeiten , Datenaufbereitung, technische Umsetzung
Vorerfahrungen: nationale Koordinatorin für Albanien der "World Conference for Religions and Peace" (WRCP) und Organisation der Zweiten Internationalen Südosteuropäischen Interreligiösen Konferenz "Advancing Peace and Stability through Regional Cooperation" im Auftrag derWCRP
Regina Maria Suchy: Künstlerisches Konzept und fotografische Umsetzung, Kontakte, inhaltliche Projektberatung, Recherche und Informationsauswertung
Vorerfahrungen: Buchveröffentlichung: "Religion nebenan - Bilder spiritueller Vielfalt in der Stadt", Regina Maria Suchy und Dr. Cornelius Bohl, Don Bosco 2009
Konzept und Realisierung der Wanderausstellung "Religion nebenan - Eine Spurensuche" Mit Fotos von Regina Maria Suchy und Texten von Dr. Cornelius Bohl, seit 2010 im Verleih
„da sein. Nürnbergs Wandel durch Migration“ ist ein gemeinsames Projekt vom Amt für Kultur und Freizeit, Bildungszentrum, KunstKulturQuartier, Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ), Museen der Stadt Nürnberg, Stadtarchiv und Stadtbibliothek Nürnberg.
Copyright am Foto:
Alle Fotos im Projekt „Religiöse Vielfalt durch Migration“: © Regina Maria Suchy
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